TransRisk

Charakterisierung, Kommunikation und Minimierung von Risiken durch neue Schadstoffe und Krankheitserreger im Wasserkreislauf

TransRisk widmet sich der Charakterisierung, Kommunikation und Minimierung von Risiken, die von anthropogenen Spurenstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf ausgehen.

Arbeitsschwerpunkte:

  • Zur Risikocharakterisierung werden in TransRisk Schadstoffwirkungen und das Auftreten toxikologisch relevanter Schadstoffgruppen, sowohl über summarische Methoden der Ökotoxikologie und der Umweltchemie als auch über ausgewählte repräsentative Einzelstoffe, erfasst. Die Gesamtheit der als humantoxikologisch relevant eingeordneten Metabolite einer Ausgangssubstanz soll auf Basis gemessener Stoffkonzentrationen in die Formulierung eines Bewertungsquotienten münden. Dieser integrative Ansatz erlaubt auch eine Bewertung der Transformationsprozesse anthropogener Schadstoffe im Wasserkreislauf. Schadstoffinduzierte Selektionsprozesse bei Bakterien bzw. Krankheitserregern, die bereits im niedrigen, jedoch wenig untersuchten sub-inhibitorischen Konzentrationsbereich, zur Ausbildung von Pathogenitätsfaktoren (Virulenz, Resistenz) führen können, werden in die Risikocharakterisierung integriert.
  • Zur Risikominimierung werden sowohl Maßnahmen an Eintragsquellen als auch unterschiedliche Verfahrenskombination der kommunalen Abwasserreinigung vergleichend bewertet. Hierbei werden innovative Ansätze wie die Kreislaufführung von Nitrifikation und Ozonung oder die Verwendung von Eisenbakterien mit etablierten Verfahren wie der Aktivkohlefiltration verglichen. Um das Risiko des Eintrages von chemischen und mikrobiologischen Belastungen in das Trinkwasser abzuschätzen, wird das entwickelte Konzept zur Risikocharakterisierung im Wasserkreislauf des Donaurieds von Abwasser, über Grund- und Oberflächenwasser bis hin zum Trinkwasser erprobt.
  • Schließlich werden die entwickelten Instrumente der Risikokommunikation in dieser Region angewendet. Zielgruppen und potenzielle Multiplikatoren werden differenziert angesprochen. Die Zielgruppe des Fachpersonals wird nach Qualifikationsebenen, die breite Öffentlichkeit wird nach dem Lebensstilkonzept unterteilt. Über eine Stakeholder-Gruppe werden potenzielle Maßnahmen zur Risikominimierung diskutiert und mit den Betroffenen sowie den Entscheidungsträgern der Region Donauried priorisiert.
     

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Ansprechpartner


  • Dr. Thomas Ternes

    • Bundesanstalt für Gewässerkunde
    • Telefonnummer: 0261 1306 5560
    • Faxnummer: 0261 1306 5363
    • E-Mail-Adresse: ternes(at)bafg.de
 

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