PRiMaT

Präventives Risikomanagement in der Trinkwasserversorgung

Ein ganzheitliches Risikomanagement ist Voraussetzung für eine sichere und qualitativ hoch­wer­tige Trinkwasserversorgung, die jederzeit das Vertrauen der Verbraucher genießt. PRiMaT vereint 18 Partner aus Wasserversorgung, Industrie, Wissenschaft und Verbraucherinitiativen. PRiMaT befasst sich mit der Entwicklung einer ganzheitlichen, prozessorientierten Risikobetrachtung von Spurenstoffen und Krank­heits­er­re­gern aus Sicht der Trinkwasserversorgung. 

PRiMaT wird ein Risikobasiertes Gesamtkonzept zum Umgang mit Spurenstoffen und Krankheitsserregern in der Trinkwasserversorgung erarbeiten. Das Konzept basiert auf den drei Säulen Risikoanalyse, Risikominderung und Risikokommunikation und wird in enger Einbeziehung von Wasserversorgern und Verbrauchern erstellt.

 

Arbeitsschwerpunkte:

  • Zur Risikoanalyse soll eine Beschreibung von Quellen und Ausbreitungsszenarien von neuen Spu­renstoffen und Krankheitserregern in Wassereinzugsgebieten vorgenommen werden. Ein­ge­bunden in diesen Arbeitsbereich werden auch die Entwicklung und Validierung von mo­der­nen molekularbiologischen Nachweisverfahren für Mikroorganismen sowie die Cha­rak­te­ri­sie­rung von Spurenstoffen, Nanopartikeln und Krankheitserregern aus Sicht der Trinkwas­ser­auf­be­rei­tung.
  • Zur Risikominderung werden sowohl technische als auch präventive organisatorische Maß­nah­men untersucht. Durch innovative oxidative Verfahren soll bereits im Rohwasser eine Barriere ins­be­son­dere gegen polare Wasserinhaltsstoffe errichtet werden. Die oxidativen Verfahren werden mit einer stimulierten Bodenpassage kombiniert, um mögliche Trans­for­ma­tions­pro­dukte zurückzuhalten. Wasserinhaltsstoffe sollen auch durch neuartige ad­sorp­ti­ve und membrantechnische Verfahren selektiver entfernbar werden. Die technischen Un­ter­su­chungen werden flankiert durch die Erarbeitung organisatorischer Maßnahmen zur Risiko­min­derung sowie durch betriebswirtschaftliche Betrachtungen.
  • Der Themenschwerpunkt Risikokommunikation befasst sich mit Bildungsmaßnahmen und Kon­zepten zur Kommunikation, um einen ausgewogenen Umgang mit Risiken zu erreichen. Da­bei sollen neue, disziplinübergreifende Ansätze der Beteiligung verschiedener Interes­sen­grup­pen entwickelt, im­ple­men­tiert und evaluiert werden. Darüber hinaus wird eine Konzeption für eine exemplarische Ver­tie­fung im Schulbereich erarbeitet, um langfristig das Bewusstsein der Verbraucher für die Bedeutung der Trinkwasserversorgung zu vertiefen. Schließlich werden anhand von Beispielen aus der jün­ge­ren Vergangenheit Erfahrungen zur Kommunikation zwischen Wasserversorgern und Ver­brau­chern ausgewertet, um Verbesserungspotentiale abzuleiten. 
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Ansprechpartner


  • Dr. Frank Sacher

    • DVGW-Technologiezentrum Wasser
    • Telefonnummer: 0721 9678 156
    • Faxnummer: 0721 9678 104
    • E-Mail-Adresse: frank.sacher(at)tzw.de
 

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