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Anthropogene Spurenstoffe und Krankheitserreger im urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation

Ziel ist es, das Risiko anthropogener Spurenstoffe und multiresistenter Bakterien im urbanen Wasserkreislauf Berlins durch die Weiterentwicklung analytischer Verfahren und Kombination mit wirkungsbezogener Analytik zu charakterisieren und zu bewerten. Die Leistungsfähigkeit der technischen und natürlichen Barrieren wird geprüft und weitere technische Maßnahmen hinsichtlich ihrer ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit bewertet. Großtechnische Versuche zur gezielten Verminderung von Spurenstoffen und Krankheits­erregern dienen als Vorstufe einer Umsetzung. Aus Erkenntnissen der sozialwissenschaftlichen Begleit­forschung werden neue Ansätze der Risikokommunikation mit Wasserkonsumenten erarbeitet. Auf Grundlage angepasster Risikomanagementinstrumente wird ein Leitfaden für Ver- und Entsorgungsunternehmen entwickelt.

 

Arbeitsschwerpunkte:

  • Mit neuesten analytischen Methoden wird Wissen über Verhalten von anthropogenen Spurenstoffen erweitert und in eine Stoffdatenbank (DAIOS) eingebracht.
  • Labor- und Pilotuntersuchungen zur Adsorption von Organika an Aktivkohle sowie Ozonung bzw. Oxidation in teilgeschlossenen Wasserkreisläufen.
  • Erfassung ökotoxikologischer Wirkungen von Spurenstoffen sowie Humanbiomonitoring zur Evaluierung und Minimierung des Gefährdungspotezials und etwaiger Risiken.
  • Umfassendes Verständnis von Risikowahrnehmung, -bewusstsein und -verhalten von Wasserkonsumenten, sowie Identifikation von Einflussfaktoren auf diese Dimensionen auf Basis theoretischer und empirischer sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse.
  • Technische und natürliche Barrieren zur Spurenstoffentfernung werden mit Ansätzen der Ökobilanz bzw. des Life-Cycle-Assessments sowie den Life Cycle Costs verglichen. Die Bewertung erfolgt für die technischen Optionen zur Minimierung der Spurenstoffe.
  • Entwicklung eines umfassenden und adaptierten Risikomanagementsystems. Präsentation der Ergebnisse in Gremien und Fachverbänden. Empfehlungen zur Übertragung der Ergebnisse auf andere Regionen bzw. auf andere Wasserversorger.
  • Die Projektergebnisse werden publiziert und dem Fachpublikum/der Öffentlichkeit vorgestellt. Evaluation des Projektfortschritts, Qualitätssicherung, Reporting, Abstimmung zwischen den Arbeitspaketen.

 

 

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Ansprechpartner


  • Prof. Dr.-Ing. Martin Jekel

    • TU Berlin
    • Telefonnummer: 030 314 25058
    • Faxnummer: 030 314 23313
    • E-Mail-Adresse: martin.jekel(at)tu-berlin.de
 

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